Die Geschichte des Villacher Kirchtages

Als am 1. August 1936 über die fröhliche Stadt Villach zahllose Fahnen flatterten, dachten die Initiatoren des Villacher Kirchtages kaum, welche Entwicklung diese Veranstaltung in Zukunft nehmen würde.

Der große Erfolg der dem 1. Kirchtag beschieden war, veranlasste die Organisatoren auch weiterhin den Villacher Kirchtag durchzuführen und nur die Kriegsjahre des 2.Weltkrieges brachten eine Unterbrechung in der Reihe dieser Veranstaltung von 1940 bis 1947.

Am 7. August 1948 wurde der Villacher Kirchtag als erste große Veranstaltung nach dem Krieg, Dank der Initiative einiger beherzter Männer, wieder durchgeführt. Die ganze Stadt wurde zum Tanzboden, erstmals konnten Speisen und Getränke ohne Lebensmittelkarten erworben werden, und nach einer Reihe von Jahren der Finsternis, erstrahlte die Innenstadt in einem Lichtermeer.

Im Jahre 1950 wurde von der Bauerngman Villach das traditionelle "Kirchtagsladen" eingeführt.Vorerst als "Bettler" angesehen, konnten die Bauern im Laufe der Jahre die "Kindlkasse" durch die Ladertätigkeit auffüllen und damit vielen Notleidenden Hilfe gewähren.

In den Jahren 1954 bis 1957 wurde der Villacher Kirchtag im Rahmen des Villacher Volksfestes mit der Veranstaltungsfirma Zwerenz und Krause, Wien, durchgeführt. Ab dem Jahre 1966 wird der Kirchtag immer am ersten Samstag im August gefeiert.

Um das Brauchtum und die Verbindung zum Jakobitag besser vermitteln zu können, wurde die Kirchtagswoche oder auch Brauchtumswoche mit einer Vielzahl von Veranstaltungen eingeführt.

Wenn beim großen Trachtenfestzug am ersten Samstag im August 40.000 bis 50.000 Zuseher an die 4.000 Trachtenträger bewundern, kann der Villacher Kirchtag auf eine lange Tradition zurückblicken, welche immer im Interesse des Brauchtums und des Ansehens unserer Stadt lag.