Sicherheit am 81. Villacher Kirchtag

Neue Maßnahmen, klare Abläufe, Prävention:

Professionelles Update für das Kirchtags-Sicherheitsmanagement

 

Der Villacher Kirchtag zählt zu den größten Brauchtumsveranstaltungen Österreichs und steht für gelebte Tradition, Musik, Tracht und echte Begegnung in der Villacher Innenstadt. Wenn hunderttausende Besucherinnen und Besucher feiern, sind klare Abläufe, gute Information und durchdachte Sicherheitsmaßnahmen die Grundlage dafür, dass die besondere Kirchtagsstimmung unbeschwert erlebbar bleibt.

 

Villach, 10. Juli 2026 | Für den 81. Villacher Kirchtag wurde das aus dem Jahre 2015 stammende Sicherheitskonzept in einem mehrmonatigen Prozess dem aktuellen Stand der Technik neu angepasst und stellt Prävention, schnelle Reaktionsfähigkeit und klare Abläufe bei hohem Besucheraufkommen in den Mittelpunkt.

Erarbeitet wurde es von Sicherheitsexperten Herbert Wagner, der als Ersteller solcher Konzepte auch bei österreichweit höchst frequentierten Events wie dem Wiener Donauinselfest sowie dem Eurovision Song Contest in Wien verantwortlich war. Ziel ist es, die bewährte Kirchtags-Atmosphäre zu erhalten und zugleich klare Strukturen zu schaffen, die im Normalbetrieb ebenso wirken wie in Ausnahmesituationen.

Kern des Konzepts ist ein ständig besetzter Einsatz-Stab, in dem Blaulichtorganisationen und Behörden eng zusammenarbeiten, um auf jede Form von Problemstellung rasch, abgestimmt und lagegerecht reagieren zu können. Ergänzend dazu unterstützt Videoüberwachung das laufende Lagebild am Gelände: Sie ermöglicht ein präzises Crowd-Management, insbesondere bei Überfüllung, und sorgt dafür, dass Einsatzkräfte und Security bei Bedarf zielgenau dorthin gesteuert werden können, wo sie gebraucht werden. Für zusätzliche Betriebssicherheit wird zudem eine flächendeckende Beleuchtung sichergestellt; sollte es zu Stromausfällen kommen, steht eine netzunabhängige Stromversorgung bereit, um Orientierung, Wegeführung und sicherheitsrelevante Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion von Risiken durch Fahrzeuge in Bereichen mit hoher Personendichte: Daher gilt – ähnlich wie im Vorjahr – am Veranstaltungsgelände ein striktes Fahrverbot ab 16:00 Uhr, um potenzielle Gefährdungen durch Kraftfahrzeuge zu minimieren. 

In diesem Zusammenhang steht mit AT-Alert ein zusätzliches Instrument zur Verfügung, um bei Unwetter- oder Hagelwarnungen rasch und flächendeckend am Gelände zu informieren. Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wird konsequent auf die Vermeidung von Lagerungen – etwa Paletten, Kartons oder ähnlichen Materialien – geachtet, um Brandlasten zu reduzieren und Wege freizuhalten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Zelten: Dort werden Flucht- und Verkehrswege, Notausgänge sowie Fluchtwegs-Kennzeichnungen konsequent kontrolliert und die Sicherheit durch klare Materialvorgaben erhöht. Dekorationsmaterialien müssen zur Risikominimierung definierte Eigenschaften erfüllen, insbesondere schwer brennbar, schwach rauchend und nicht tropfend sein. In der Qualitätszone (Hauptplatz, Rathausplatz, Standesamtsplatz sowie Oberer und Unterer Kirchenplatz) bleibt die Verwendung von Glasbehältnissen erlaubt. 

 

Kernpunkte der neuen Sicherheitsmaßnahmen:

 

  • Ständig besetzter Einsatz-Stab

Ein durchgehend besetzter Einsatz-Stab mit eingebundenen Blaulichtorganisationen und Behörden sorgt für rasche Entscheidungen und koordinierte Reaktionen auf jede Art von Problemstellung – von medizinischen Notfällen bis zu Wettersituationen.

 

  • Videoüberwachung & Crowd-Management

Mittels Videoüberwachung wird ein gezieltes Crowd-Management ermöglicht: Bei hoher Auslastung können Besucherströme gelenkt und Einsatzkräfte sowie Security zielgerichtet disponiert werden.

 

  • Sicherheitsbeleuchtung & Notstrom

Eine flächendeckende Sicherheitsbeleuchtung ist vorgesehen. Bei Stromausfällen steht eine netzunabhängige Stromversorgung zur Verfügung, um Orientierung und sichere Wegeführung sicherzustellen.

 

  • Fahrverbot ab 16:00 Uhr

Ein Fahrverbot ab 16:00 Uhr minimiert Risiken durch Kraftfahrzeuge bei hoher Personendichte und erhöht die Sicherheit in stark frequentierten Bereichen.

 

  • AT-Alert zur Information bei Unwetter

Bei Unwetter- oder Hagelwarnungen unterstützt AT-Alert eine rasche, flächendeckende Information am Gelände – als Ergänzung zu Durchsagen und Anweisungen vor Ort.

 

  • Reduktion von Brandlasten

Zur Brandprävention wird auf die Vermeidung von Lagerungen (z. B. Paletten, Kartons, etc.) geachtet, um Brandlasten zu reduzieren und Wege freizuhalten.

 

  • Sicherheit in Zelten: Fluchtwege, Notausgänge, Materialstandard

In Zelten werden Flucht- und Verkehrswege, Notausgänge sowie Fluchtwegs-Kennzeichnungen konsequent kontrolliert. Bei Dekorationen und Materialien gelten definierte Anforderungen: schwer brennbar, schwach rauchend, nicht tropfend.

 

  • Trinkgläser-Regelung in der Kernzone

In der Kern- bzw. Qualitätszone (Hauptplatz, Rathausplatz, Standesamtsplatz sowie Oberer und Unterer Kirchenplatz) sind Trinkgläser vorgesehen bzw. auch weiterhin zugelassen.

 

Sicherheitsexperte Herbert Wagner:

„Sicherheit bei Großveranstaltungen heißt: Risiken früh erkennen, Besucherströme aktiv managen und im Ereignisfall in Sekunden klar entscheiden. Der Villacher Kirchtag bekommt dafür eine Struktur, die Prävention und rasche Einsatzführung optimal verbindet. Ein dauerhaft besetzter Einsatz-Stab, die gezielte Lagebeobachtung und klare Regeln – etwa beim Fahrzeugverkehr und bei Fluchtwegen – sind zentrale Bausteine, um ein Fest dieser Größe sicher und gleichzeitig angenehm erlebbar zu machen.“

 

Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Kirchtagsobfrau:

„Der Villacher Kirchtag steht für Tradition, Lebensfreude und Begegnung. Damit sich alle Besucher wohl und sicher fühlen, investieren wir in ein Sicherheitskonzept, das modern, vorausschauend und eng mit Einsatzorganisationen abgestimmt ist. Uns ist wichtig: Sicherheit soll präsent sein, ohne die Stimmung zu beeinträchtigen. Klare Abläufe, gute Information und ein starkes Team im Hintergrund sind dafür entscheidend.“